Welz ECO Land, Slowakei
Ein Kessel für die Luzerne bitte
Die Welz Eco Land Holding GmbH ist ein österreichischer Agrar- und Forstbetrieb, der hochwertige Bio-Agrarprodukte biologisch nachhaltig anbaut und verarbeitet. Ihre Landwirtschaft umfasst unter anderem 3300 Hektar Anbaufläche in der Donautiefebene bei Nové Zámky/Neuhäusel in der Slowakei, wo HERZ seinen Binder Heizkessel in Betrieb genommen hat.
Die Luzerne, das Superfood unter den Futter- und Mastpflanzen. Vorab vielleicht ein kleiner Exkurs in die Welt der Luzerne gefällig? Die Luzerne galt lange Zeit als Geheimtipp unter den Futtermitteln und vereint dabei hochwertiges Eiweiß mit Mineralstoffen wie Kalzium und Magnesium. Gleichzeitig stellt sie die für ein gesundes Tierleben benötigten Vitamine B2, D und E bereit. Im Gegensatz zur Trocknung am Feld wird „LUZ by Welz Eco Land“ schonend auf dem hofeigenen Bandtrockner verarbeitet. Die Blätter bleiben dabei intakt erhalten und dementsprechend hoch ist der Rohfaser- und Eiweißgehalt des Produkts. Die biologische Verarbeitungskette der Pflanze ist von der Saat bis zur Lieferung lückenlos nachvollziehbar. Hauptsächlich werden Luzernen als Mast- und Futtermittel für Pferde, aber auch Milchkühe verwendet. Als Wärmequelle für Ihre Bandtrocknung dient ein umweltfreundliches Hackschnitzel-Heizwerk, dessen Versorgung teils aus eigenen Waldbeständen erfolgt. Zur Trocknung landwirtschaftlicher Güter eignen sich aufgrund der benötigten hohen Temperaturen wassergeführte Anlagen nämlich nur bedingt. Als kostengünstige Alternative bietet Binder Energietechnik daher auch Wärmetauscher für direkte (Brennkammer) oder indirekte (Luftwärmetauscher) Trocknung an.
HERZ News: Schön Sie hier zu treffen, und kennenzulernen, Herr Welz. Was möchten Sie uns über Welz Eco Land sagen? Wie hat alles angefangen?
Werner Welz: 1989 habe ich gemeinsam mit meinem Vater unser Familienunter- nehmen die Wertholz Holzhandelsgesell- schaft m.b.H. gegründet. Ursprünglich war der Gegenstand unseres Unterneh- mens der internationale Handel von Holzrohstoffen für die Zellstoff-, Papier- und Sägeindustrie. Wir waren damals noch weit weg von dem was wir heute tun. Das hat sich alles über die Jahre erst entwickelt. Damals lag unser Fokus wirklich darauf Logistikketten für den Holzhandel aufzubauen. Wir haben also Schlägerungsrechte gekauft, haben rei- nen Holzhandel betrieben, waren aber immer Zwischenhändler und Dienstleister in einem. Das heißt, wir haben zusätzlich zur Logistik auch immer die Infrastruktur vor Ort für die Forstarbeiten angeboten.
HERZ News: Was genau macht Ihr Unternehmen denn heute?
Werner Welz: 2017 haben wir in der Slowakei von einem dänischen Konsortium mehr als 1.500 Hektar Grund erworben, sowie 1.200 Hektar Pachtfläche. Gleichzeitig erfolgte die Umstellung unserer Betriebe auf biologische Landwirtschaft. 2018 haben wir unsere Anbauflächen noch einmal erweitert. Im Unterschied zum Heu kann die Luzerne allerdings aufgrund ihrer unterschiedlichen Dichte von Stiel, Blüten und Blättern nicht unter der Sonne getrocknet werden. Um nun unserer Linie von biologischer Landwirtschaft treu zu bleiben, ist unsere Wahl auf einen Kessel von Binder gefallen, der mit Hackgut zu beheizen ist, das wir ja auch selber produzieren. Die Anlage ist 25 Meter lang und hat einen Luftwärmetauscher. Es darf in dem ganzenTrocknungsprozess keine Schwankungen in der Temperatur geben. Sie muss immer konstant bleiben und genau dies gewährleistet der Binder Luftwärmetauscher.
HERZ News: Erzählen Sie uns bitte etwas über den Entscheidungsprozess, wie hat sich der gestaltet bzw. was war ausschlaggebend, dass Sie sich für eine Anlage von HERZ entschieden haben?
Werner Welz: Die technische Herausforderung, wenn man so will, war wie gesagt, die Temperatur immer konstant zu halten. Zusätzlich war es für uns natürlich auch wichtig, den nachhaltigen Aspekt bei dieser Investition weiterzuverfolgen und dieses ganze System mit erneuer- baren Energieressourcen betreiben zu können. Binder Energietechnik bietet ja die unterschiedlichsten Systeme an und so fiel unsere Wahl schlussendlich auf einen Luftwärmetauscher. Die Beratung und Begleitung seitens der Firma Binder Energietechnik war von Anfang bis Ende außergewöhnlich kompetent.
HERZ News: Gab es spezielle Herausforderungen bei der Umsetzung?
Werner Welz: Die Herausforderung lag bei Binder, da der Heizkessel vertikal statt horizontal gebaut wurde und dann die Temperatur auch immer gleich geregelt ist, das war ein echtes Kunststück, welches von Binder bravourös verwirklicht wurde. An dieser Stelle ein großes Kompliment an das gesamte Team von Jürgen Markon.
Wir bedanken uns ganz herzlich für diesen sehr interessanten Ausflug in die Welt der Luzerne und gratulieren dem Team von Binder Energietechnik in Bärnbach.


